Aktuelles aus dem Helferkreis

Man könnte meinen, im Helferkreis passiert nichts mehr, aber dem ist natürlich nicht so…

Wir sind nach wie vor eine aktive und große Gruppe ehrenamtlich Aktiver, mussten unsere Arbeit nur im Laufe des Jahres 2016 auf komplett neue Begebenheiten einstellen:

Im Juni 2016 wurden von einem Tag auf den Anderen sämtliche Flüchtlinge aus dem Göbrichener Zelt in andere Unterkünfte des Enzkreises verlegt. Zu dieser Zeit wurde noch davon ausgegangen, dass eine Neubelegung des Zeltes mittelfristig erfolgen würde. Was erfolgte war die Schließung der Balkanroute als Haupt-Fluchtweg für die Flüchtlinge aus den arabischen Ländern, somit erfolgte quasi von einem Tag auf den Anderen eine deutliche Senkung der Flüchtlingszahlen. Damit wurde das Zelt obsolet und letztendlich dann auch abgebaut. Parallel dazu erfolgte die Errichtung des Moduldorfes in Bauschlott, welches sowohl für die vorläufige Unterbringung (VU), als auch für die Anschlussunterbringung (AU) geplant war.

Damit einhergehend änderten sich natürlich auch die Anforderungen an die Ehrenamtlichen mehr oder weniger schlagartig.

Mittlerweile liegt der Fokus unserer Arbeit hauptsächlich in der persönlichen Betreuung der bei uns untergebrachten Flüchtlinge:
Es wird unter Anderem Hilfe geleistet bei Behördengängen bzw. -kommunikation, bei der Wohnungs- und Arbeitssuche, bei Vertragsabschlüssen z.B. mit Internet-Providern, bei Umzügen, sowie bei der sprachlichen Weiterbildung.
Die Cafétreffs in den Ortsteilen Göbrichen und Bauschlott wurden mit Änderungen aufrecht erhalten.
Natürlich werden auch persönliche Kontakte gepflegt, einfach mal vorbei gehen und „hallo“ sagen, oder bei den kleineren und größeren täglichen Problemen helfen. Es haben sich Freundschaften entwickelt.

Am Dienstag, den 14.03.2017 fand ein Treffen des Helferkreises statt, um aktuelle Themen und Aufgabenstellungen zu diskutieren, sowie die weiteren Planungen fest zu legen.
Haupt-Diskussionspunkt war die sprachliche Weiterbildung der Flüchtlinge, da das Erlernen der deutschen Sprache natürlich die wichtigste Voraussetzung für die Integration ist.
Es wurden verschiedene Ideen und Konzepte für eine sprachliche Weiterbildung unsererseits für Flüchtlinge in der VU/AU präsentiert und besprochen. Es soll eine sprachliche Betreuung und Hausaufgabenbetreuung für Flüchtlinge während ihres offiziellen Sprachkurses angeboten werden.
Aber auch ein Angebot für Flüchtlinge, die ihren offiziellen Kurs hinter sich haben, soll erarbeitet werden. Diese Angebote werden sich an Erwachsene richten, die Kinder im Moduldorf sprechen untereinander bereits deutsch, denen fällt das Lernen wesentlich leichter.

Bürgermeister Schmidt war ebenfalls zur Sitzung anwesend und berichtete unter Anderem

  • dass der Enzkreis immernoch einen Flüchtlingsüberhang aufzuweisen hat, derzeit müssen also keine weiteren Flüchtlinge aufgenommen werden. Diese Situation wird sich nach aktuellen Schätzungen erst im Sommer 2017 wieder ändern.
  • dass sich in Neulingen derzeit 45 Personen in der AU befinden. Ca. 100 Personen sind geplant.
  • Außerdem regte er an, ein gemeinsames Gemeindefest durchzuführen, für das die Küche in der Büchighalle und/oder Pfarrscheuer genutzt werden könne. Alternativ wäre auch ein Fest am Moduldorf denkbar, dessen Umsetzung sich jedoch von der Logistik (WC, Küche, Wasser) schwierig gestalten dürfte.

 

Die eigentliche Integrationsarbeit hat begonnen.

Schreibe einen Kommentar