Besprechung des Helferkreis für Flüchtlinge am 13.09.2017

Am 13.09.2017 fand eine Besprechung des Helferkreis für Flüchtlinge statt, zu der auch Bürgermeister Schmidt mit aktuellen Informationen anwesend war.
Nach dem Abbau des Zeltes an der Büchighalle und der Räumung des Moduldorfes in Bauschlott war für etliche Monate relative Ruhe im Helferkreis eingekehrt – zumindest nach außen hin. Hinter den Kulissen finden natürlich trotzdem intensive Arbeiten im Rahmen der Anschlussunterbringungen statt. Hierzu gehören unter Anderem Deutsch-Unterricht, Hilfe bei Behördengängen und mit Behördenschreiben, Hilfe bei Bewerbungen im Zuge der Arbeitssuche, Ausstattung mit Möbeln, Umzugshilfen, Organisation von Kaffeetreffs, etc..
In Kürze werden auch wieder neue Flüchtlinge in der Gemeinde erwartet, da die Gemeinde lt. ihrem Kontingent ca. 80 Flüchtlinge in der Anschlussunterbringung aufnehmen muss. Dieser Wert ist derzeit nicht erreicht.
Das Moduldorf in Bauschlott war leider mit einigen baulichen Mängeln übergeben worden, der darauf folgende Rechtsstreit mit dem Hersteller ist erst in den Anfängen. Die Anlage entspricht nicht (wie vereinbart) der aktuellen EnEV. Der Enzkreis baut in Kürze in Eigenregie eine stärkere Heizungsanlage ein, sodass die vorgesehene Nutzung gewährleistet ist.
Aufgrund dieser Probleme ist die Anlage derzeit nur zu ca. 1/3 ausnutzbar.
Nach neuesten Informationen sollen einige der Räume auch für die Unterbringung bzw. den Unterricht einiger geistig behinderter Kinder aus der Gustav-Heinemann-Schule in Pforzheim genutzt werden. Hierzu sind die Räume gut nutzbar, da diese Kinder in Kleingruppen unterrichtet werden.
Was die Aufnahme von Flüchtlingen angeht, wird seitens der Gemeinde versucht, Familien zusammen zu halten und nicht gemischte WG’s zu bilden, wie das teilweise in anderen Gemeinden durchgeführt wurde. Aktuell werden für den 19.09.2017 zwei Familien mit 4 bzw. 5 Personen erwartet, welche eine 3-jährige Residenzpflicht in unserer Gemeinde haben. Herr Schmidt wird sich darum bemühen, einen Schlüssel für die Gemeinschaftsräume zu organisieren, damit diese leichter zugänglich sind. Das war bisher nicht der Fall. Der Schlüssel soll bei Mitgliedern des Helferkreises in Bauschlott deponiert werden.

Der aktuell verfügbare Raum der Kleiderkammer in der Astrid-Lindgren-Grundschule in Nußbaum wird bald für andere Zwecke benötigt. Da der Bedarf seitens der Flüchtlinge nicht mehr akut ist und von Obdachlosen und ärmeren Menschen ohnehin nicht genutzt wurde, wird die Kleiderkammer aufgelöst. Dieses soll in den Herbstferien passieren. Wir bedanken uns schon jetzt bei den MitarbeiterInnen der Kleiderkammer für ihr überaus großes Engagement. Hier wurde eine wirklich gute Arbeit geleistet, die von den Flüchtlingen immer gerne angenommen wurde.

Neulingen hat aktuell Anspruch auf ca. 0,5 bis 0,6 Stellenanteile für eineN IntegrationsmanagerIn. Um eine ganze Stelle zu schaffen, wird aus diesem Grunde die Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden Kieselbronn und Ölbronn-Dürrn angestrebt.

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